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Nur die Liebe zur Wahrheit schafft Wunder. Johannes Kepler
Das Modellprojekt für das erste digitale Zeitzeugnis ist Weil der Stadt.

Hier beginnen wir mit dem gigantischen Bauprojekt
Häugern "Gschmäckle"
Nord

und das Gewerbegebiet "Unter dem Weiler Weg"
Stuttgarter Zeitung: Das Unvermeidbare hinterlässt ein Gschmäckle


Digitales Zeitzeugnis · Chronik

News & Faktenchecks

Wir dokumentieren das Bauprojekt „Häugern Nord“ fortlaufend – mit Datum, Quelle und kritischer Einordnung. Jede Karte lässt sich zum Weiterlesen öffnen.

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Mehr zum Projekt wischen 

Baumarkt Projekt im Gemeinderat vorgestellt

Im Gemeinderat wurde ein Plan für die Bebauung des Gebietes „Unterm Weiler Weg“ präsentiert. Ursprünglich war unseres Wissens nach geplant, in etwa den Bereich des früheren Extra-Baumarktes zu bebauen. Die neuen Pläne sehen anders aus:

Ursprüngliche PlanungVorgestellt
in etwa im Bereich des früheren Extra-Baumarktesaktuell mit 4 ha deutlich größer geplant
Verkaufsfläche Gesamt: ca. 5.500 m²aktuell geplant: 7.000 m²
ca. 163 Stellplätze187 Stpl

Für das Vorhaben sprachen Georg Schünke als Geschäftsführer und Gesellschafter der Firma Schünke sowie Ralf Donnermann vom Architekturbüro Donnermann und Partner.

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Die Fehde zwischen dem SWR und Bürgermeister Walter wird nun eine neue Dimension einnehmen.

17 Gemeinderäte stimmen Bürgermeister Walter zu, die Angelegenheit gerichtlich klären zu lassen. Der SWR hatte, soweit wir wissen, die Schnell-Fällung als illegal bezeichnet, obwohl ein entsprechendes Urteil vorlag.

Walter wird zitiert: „Das ist ein Kampf wie David gegen Goliath“, kommentiert Walter. „Aber wenn wir in der öffentlichen Wahrnehmung nicht mehr die Holzfällerstadt sind, sondern das gallische Dorf, das sich wehrt, könnte ich damit gut leben.“

Die Gerichts- und Anwaltskosten schätzt die Stadtverwaltung auf Nachfrage im unteren vierstelligen Bereich. Der Streitwert liege beim Verwaltungsgericht in der Regel bei 5000 Euro. „Im Erfolgsfall oder bei Kostenübernahme durch eine städtische Versicherung würden der Stadt kaum Kosten entstehen“, heißt es aus dem Rathaus.

Quelle: Stuttgarter Zeitung

Wir hoffen, dass im Falle eines Misserfolgs die Gesamtkosten, auch die seitens der Stadtverwaltung aufgewendeten Stunden, transparent gemacht werden.

Fakten:

In der Pressemitteilung des VLAB heißt es, die Stadt hat versichert, von einer Rodung bis zum Abschluss des Eilverfahrens abzusehen:

Einer gerichtlichen Verfügung zur Einstellung der Rodung hätte es unserer Auffassung nach eigentlich gar nicht bedurft, dies deshalb nicht, weil die Stadt im Schriftsatz ihres anwaltlichen Vertreters vom 17.09.2024 ausdrücklich zugesagt hat, dass „bis zum Abschluss des Eilverfahrens von Maßnahmen zum Vollzug der erteilten (Umwandlungs-) Genehmigung abgesehen wird.“ Der Schriftsatz samt vorstehender Zusage ist Teil der Gerichtsakten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart, Az. 15 K 6366/24.

Es ist allgemein bekannt, dass ein Verfahren erst mit Rechtskraft der Entscheidung abgeschlossen ist. Ein rechtskräftiger Abschluss des Eilverfahrens war nicht eingetreten, weil der NABU und wir noch am 22.11., also am Tag der Bekanntmachung des Beschlusses des Verwaltungsgerichts, zum Verwaltungsgerichtshof Beschwerde eingelegt haben. Dies hat der NABU durch seinen Vertreter dem Rechtsanwalt der Stadt auch mitgeteilt.

Quelle: VLAB

Bewertung unsererseits: Ob es nun "legal" oder "illegal" war, die Bäume in kürzester Zeit zu fällen – sich mit "David gegen Goliath" zu vergleichen, ist unserer Meinung nach eine interessante und sehr aussagekräftige Sichtweise auf das eigene Vorgehen. Geld in die Hand zu nehmen, um eine Entscheidung herbeizuführen, die unserer Meinung nach wenig mit dem öffentlichen Interesse zu tun hat (der SWR hat sich bereits korrigiert), finden wir fraglich.

Bäume wurden gefällt – wie das die Wahrnehmung als Holzfällerstadt ändern soll?!

Daran, dass zugesagt wurde, mit der Fällung bis zum rechtskräftigen Abschluss zu warten, ändert ein Urteil zugunsten der Stadt auch nichts.

Ist Naturschutz noch ein relevantes Argument?

Das Urteil könnte weitere Umwandlungen geschützter Naturflächen erleichtern, insbesondere wenn Kommunen Wohnraumbedarf geltend machen und könnte ein Argumentationsmuster für weitere Bebauungsprojekte liefern.

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Bürgermeister Walter wird nicht müde, zu erwähnen, dass sehr viele Falschinformationen zum Baugebiet im Umlauf sind. Seiner Aussage nach lassen sich alle wesentlichen Informationen den städtischen Mitteilungen entnehmen, in denen man sich neutral informieren kann.

Die Aussage suggeriert unserer meinung nach, dass es eine offizielle Wahrheit gibt, die in den städtischen Mitteilungen steht, und alles andere potenziell falsch ist. Beispielsweise, dass die Tagesordnungspunkte zu Häugern Nord nicht mehr als Videofile zur Verfügung gestellt werden (Beschluss vom 27.06.2023), fördert unserer Meinung nach nicht gerade die Transparenz und das Vertrauen.

Das Wichtigste ist, dass man nicht aufhört zu fragen. Albert Einstein

Seit 02.12.2024 läuft folgende Anfrage an die Stadtverwaltung. Eine Antwort steht noch aus:

Natürlich – auch wenn das Biotop vermutlich verloren ist – könnt ihr euch bei uns weiter informieren :

Die vollmundigen Versprechen von mehr als 400 Interessenten für Bauplätze (zeitnah zu realisieren) sowie die laut der Stadt dringend benötigten Einrichtungen – werden wir in den nächsten Jahren auf den Prüfstand stellen. Wird nicht geleistet, was versprochen wurde, oder nimmt das Ried Schaden, werden wir dafür sorgen, dass man sich an die Verantwortungsträger erinnert.

Warum ist das wichtig? Das Biotop wurde vernichtet, da es laut der Stadt keine Alternative zur Bebauung des Areals gibt. Sowohl die Naturschutzbehörden als auch das Landratsamt sind diesem Weg gefolgt. Es wäre fatal, würden sich die Rechtfertigungen ganz oder teilweise als "falsch" oder "nicht richtig geprüft" herausstellen.

Wir freuen uns darauf, das Bauprojekt als Community zu begleiten und bedanken uns für das rege Interesse an unserer Berichterstattung. Gerne könnt ihr mitmachen – auch mit anderen Themen aus Weil der Stadt.



Digitales Zeitzeugnis

Netzfunde

wischen 

Stadt und Naturschützer haben sich scheinbar versöhnt

Sogar der Rücktritt des Bürgermeisters war gefordert worden: Wegen 120 gefällter Streuobstbäume war zwischen Naturschützern und der Stadt Weil der Stadt ein Streit entbrannt. Nun, so scheint es, hat man sich wieder vertragen.

Stuttgarter Zeitung

Unsere Meinung zum Dialog zwischen Stadt und NABU

Wir freuen uns, dass die Stadt und der NABU wieder miteinander sprechen. Stellt sich nur die Frage, über was sie bezüglich des Baugebietes sprechen möchten.
Leider gibt es hierzu keine Auskunft. Der Schutz und das Monitoring des Rieds wären gute Ansatzpunkte.
Es bleibt die Hoffnung, dass die Verbände im Namen ihrer Mitglieder weiterhin auf die Einhaltung der Versprechen und des Naturschutzes Wert legen.

Unser Fazit: Dass Stadt und Naturschutzverbände nach dem heftigen Streit um die Rodung der Streuobstbäumen nun wieder miteinander sprechen, wirkt befremdlich – denn Bürgermeister Walter hat seine Ziel erreicht: Die Bäume sind gefallen. Nun, da Tatsachen geschaffen wurden, bemüht man sich plötzlich um Dialog, wie auch immer der bezüglich des Baugebietes aussehen soll, und um ein versönliches gemeinsames Auftreten – unserer Meinung nach ein fragwürdiges Signal.

Ob man das als Naturschutzverein in dem Umfang unterstützen muss?
Abgesehen davon wurden anscheinend zahlreiche Aussagen nicht zurückgenommen:

Walter bittet die Naturschutzverbände und Gegner, den demokratischen Willen des Gemeinderates und die Beschlüsse des Verwaltungsgerichts Stuttgart nun zu akzeptieren.“– Bürgermeister Walter
... auch wenn die Naturschutzverbände den demokratischen Gemeinderatsbeschluss weiterhin mit Rechtsmitteln stoppen wollen ...“– Bürgermeister Walter

Das Bauprojekt Häugern "Gschmäckle" Nord prominent im Bundeswahlkampf.

Quelle: Netzfund - Martin Sonneborn - Die Partei

Es wird gemunkelt, dass die Stadt derzeit sehr entschieden gegen die Umweltverbände vorgeht. Gerüchten zufolge steht eine Verleumdungsklage gegen den NABU-Landesvorsitzenden J. Enssle im Raum. Zudem heißt es, die Stadt habe den BUND aufgefordert, Namen von Verantwortlichen zu nennen, die möglicherweise ohne Genehmigung eine Veranstaltung abgehalten haben sollen.

Es stellt sich die Frage, ob ein solches Vorgehen seitens der Stadt wirklich im öffentlichen Interesse liegt. Wenn Steuergelder dafür verwendet werden, um rechtliche Schritte gegen Umweltorganisationen einzuleiten oder Einzelpersonen zu belangen, sollte die Stadtverwaltung transparent darlegen, ob dies der bestmögliche Einsatz öffentlicher Mittel ist. Gerade in Zeiten, in denen Kommunen oft knappe Budgets haben, dürfte es für viele Bürgerinnen und Bürger schwer nachvollziehbar sein, warum solche Konflikte nicht auf dem Dialogweg gelöst werden können.

... auch wenn die Naturschutzverbände den demokratischen Gemeinderatsbeschluss weiterhin mit Rechtsmitteln stoppen wollen ...“– Bürgermeister Walter
Walter bittet die Naturschutzverbände und Gegner, den demokratischen Willen des Gemeinderates und die Beschlüsse des Verwaltungsgerichts Stuttgart nun zu akzeptieren.“– Bürgermeister Walter

Herr Walter, auch die Rechtsmittel, die die Naturschutzverbände einsetzen, sind demokratisch.
Auch kritische Betrachtungsweisen und offene Fragen – auch wenn sie nicht bequem sind – in der Öffentlichkeit zu stellen, ist ein demokratischer Prozess und ein hohes Gut.

Das haben Sie als Bürgermeister und der Gemeinderat selbstverständlich zu akzeptieren.

Die Freigabe der möglichen Fällung durch das Verwaltungsgericht (VG) Stuttgart erfolgte am Freitagmittag (22.11.). Die Beschwerde der Naturschutzverbände gegen diesen Bescheid beim Verwaltungsgerichtshof (VGH) wurde unmittelbar am Freitagnachmittag eingereicht. Vor dem Hintergrund der Beschwerde verfügte der VGH am Montagvormittag um kurz nach 10:00 Uhr den Stopp der Rodung.

Die Stadt, vertreten durch den Amtsleiter des Stadtbauamtes, Herrn Rudolph, rückte am Montag um 8:00 Uhr mit acht Holzfällern, einem ökologischen Baubegleiter und zwei Vertretern der Gutachterfirma Helbig an. In kürzester Zeit wurden über zwei Drittel der Bäume umgesägt.

An dieser Stelle sagen wir: Respekt! Eine solche Organisation in so kurzer Zeit und über das Wochenende – würden doch nur alle Angelegenheiten so schnell erledigt werden.

...Die notwendige Fällung der Bäume wird durch Ersatzmaßnahmen wie Neupflanzungen (Faktor 1:2) und das Verbleiben der Totholzstämme im Plangebiet kompensiert...– Bürgermeister Walter

Das ersetzt selbstverständlich nicht das Biotop, das über Jahrzehnte entstanden ist. Ziel von Ausgleichsmaßnahmen ist es, die resultierenden Folgen zu mindern. Kompensieren ist an dieser Stelle nicht der richtige Begriff, denn die Zerstörung der Biodiversität des komplexen Ökosystems im Baugebiet lässt sich kurzfristig nicht ausgleichen.
Ein Bild spricht hier, glaube ich, für sich:

Rechtliche Korrektheit der Rodung.

Als Bürgermeister mit "rein rechtlichen" Aspekten zu argumentieren, während sich sogar die Umweltministerin verwundert zeigt, dass Weil der Stadt nicht abgewartet hat, bis der VGH entschieden hat, halten wir für befremdlich.

Die Angelegenheit ist kein Spiel – „Ätschibätsch, nun ist schon alles gerodet und nichts mehr da, was schützenswert ist“ – finden wir weder besonders seriös noch der Wichtigkeit der Angelegenheit angemessen.

„Ätschibätsch“ – das wird wohl kaum der Grund gewesen sein. Vielleicht gab es die Sorge, dass die Ausnahmegenehmigung und Begründungen einer Überprüfung durch höhere Instanzen nicht standhalten. Wer weiß schon, wie es zu mancher Entscheidungsfindung gekommen ist.

Es wäre nicht das erste Mal, dass sich etwas als mehr Schein als Sein entpuppt.

Transparenz & Fakten:

... Das Verfahren hat insgesamt 7,5 Jahre gedauert...
Hier sollte der Vollständigkeit halber angemerkt werden, dass nennenswerte Schritte zur Baureifmachung erst 2023/24 erfolgt sind, seitdem Herr Walter das Projekt wieder vorantreibt. Auch die Ausnahmegenehmigung und weitere Genehmigungen hat das Landratsamt und die untere Naturschutzbehörde erst in diesem Jahr erteilt.

Wir finden das Verfahren nicht transparent. Tausende von Seiten an Unterlagen zur Verfügung zu stellen und zu erwarten, dass sich jeder, der sich informieren möchte, diese Unterlagen durchliest und durcharbeitet, hat nichts mit Transparenz zu tun.
Abgesehen davon wurde die Videoübertragung der Gemeinderatssitzungen bei den Themen zu Häugern Nord grundlos abgeschaltet.

Dass sich Herr Katz, der als erster Beigeordneter eigentlich ebenfalls für Bauangelegenheiten zuständig ist und das Projekt mit initiiert und jahrelang unterstützt hat, auf einmal zurückzieht (vorsorglich, seiner Begründung nach), finden wir seltsam.

Netzfund



Transparenz:
Wir erwarten, wie angekündigt, vollständige Transparenz während der gesamten Umsetzung.


Digitales Zeitzeugnis

Presse



25.11.2024 Update: 2/3 der Streuobstwiese sind verloren.

Heute um 8:00 Uhr begannen die Fällarbeiten und dauerten etwa zwei Stunden - dann wurden sie gerichtlich gestoppt. Laut Beobachtungen schien es, als sollten möglichst viele Bäume in möglichst kurzer Zeit gefällt werden. Sie wurden einfach im Akkord umgesägt - weder weggeräumt noch entastet.
Geschafft wurden in den 2 Stunden sicher über 80 Bäume.

Warum?
Am Freitag, den 22., wurde am frühen Nachmittag über den Eilantrag der Naturschutzverbände zugunsten der Stadt entschieden. Am selben Tag wurde Einspruch eingelegt – das Gericht war jedoch nicht mehr erreichbar. Der Einspruch wurde dementsprechend erst heute bearbeitet, und die Fällarbeiten wurden gestoppt.

Dieses kurze Zeitfenster nutzte die Stadt, um möglichst viel Baumbestand zu vernichten. Unserer Meinung nach wurde versucht, so viel wie möglich zu zerstören, sodass der Rest naturschutztechnisch nicht mehr relevant erscheint und damit der kompletten Fällung nichts mehr im Wege steht.

Wir sehen diese zwei Stunden als rechtliche Grauzone, in der agiert wurde, obwohl klar war, dass bereits am Freitag ein Einspruch eingegangen ist. Ein paar Stunden oder ein bis zwei Tage hätten ausgereicht, damit über den Einspruch entschieden werden kann und die Angelegenheit final abgeschlossen ist.

Unsere Meinung:
In einem solchen Fall haben die Menschen das Recht, dass alle Instanzen abgearbeitet sind und die Ergebnisse sämtlicher Rechtsfragen abschließend geklärt werden. Rechtliche Grauzonen werden bei uns nur genutzt – nun ja, ich denke, jeder weiß, was wir meinen.
Zitat Bürgermeister Walter gegenüber dem SWR: Die einstweilige Verfügung des VGH sei erst am Montagmorgen gegen 10 Uhr eingetroffen.

Von 8:00 Uhr bis 10:00 Uhr wurde Gas gegeben. Wir finden das eine Sauerei.

Morgen, am 26.11., findet wieder eine Gemeinderatssitzung statt. Es wird einige Punkte zum Thema „Häugern Nord“ geben. Da die Videoaufzeichnung wohl wieder abgeschaltet wird (angeblich – so haben wir es verstanden – wegen Manipulationen des Videomaterials und anschließender Desinformationskampagnen), können Interessierte sich nur vor Ort informieren.

Bevor uns wieder jemand vorwirft, wir würden Desinformationskampagnen betreiben:
SWR: Weil der Stadt: Bäume in Streuobstwiese unter Polizeischutz gefällt

In einer Hau-Ruck-Aktion lässt die Stadt Weil der Stadt (Kreis Böblingen) am Montag, 25. November, dutzende Bäume umsägen. Das verärgert nicht nur Umweltschützer – sondern ruft auch die Umweltministerin des Landes auf den Plan.

Stuttgarter Zeitung: Gericht stoppt Rodung für Baugebiet – zu spät




Digitales Zeitzeugnis

Gedanken zum Projekt




Verbände die sich gegen die Rodung gestellt haben
BUND

NABU

LNV











Das Bauprojekt "Häugern Nord" in Weil der Stadt

Seit ca. 2017 plant Weil der Stadt die Erschließung und Bebauung eines gigantischen
105 000 m2 großen Gebietes + einer Erweiterung des Gewerbegebietes in richtung Merklinger Ried.

Quelle: Zoll Architekten | Stadtplaner
Das geplante Gebiet ist alles andere als optimales Bauland. Es handelt sich um ein Biotop, dessen Bebauung zahlreiche Risiken für Mensch und Natur mit sich bringt. Unser Anspruch ist den Prozeß transparent und mit Fakten unterlegt darzustellen und Fragen zu stellen, die unserer Meinung nach nicht oder nur unvollständig beantwortet werden. Sie spiegeln den Umgang mit Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt der Entscheidungsträger wider.

Wie hat das alles begonnen?



Wir waren im Sommer 2023 kurzzeitig offline – Hier erfährst du die Gründe dafür:











Bilderstrecke "Streuobstwiese"

Das Baugebiet
Quelle: Baden TV


Zu Besuch auf der Streuobstwiese




Randdaten:
Auftraggeber: Weil der Stadt
Fläche: 105.000 m2
Bebauung (Wohnen, Gewerbe):
Mix aus Einfamilienhäusern, Doppelhäusem, Reihenhäusern und barrierefreien Mehrfamilienhäusern.
Zusätzlich: Großflächiger Lebensmitteleinzelhandel mit Café, Geschäfts- und Bürogebäude und sonstige nicht wesentlich störende Gewerbebetriebe. Anlagen für gesundheitliche Zwecke z. B. Ärtzehaus. zudem ein Hotel (< 100 Betten). Mischgebiet: Geschäfts- und Bürogebäude und sonstige nicht wesentlich störende Gewerbebetriebe.

Zufahrt: Merklingerstraße
Versiegelungsgrad (ca.): 70%
Wohneinheiten: 370
Zuzug: ca. 750 Einwohner (entspricht weniger als 2 Einwohnern pro Wohneinheit)
Laut unserer Recherchen ist ein Einwohnerzuwachs von 806 - 925 Einwohner realistischer (2,18 EW/WE bis 2,5 EW/WE).
Zum Vergleich:
Hausen, nördlich vom Baugebiet, hat 969 Einwohner.
Entfernung vom Baugebiet zum Marktplatz: 1,2 km | ca. 1,8 km von den Sportplätzen.


Quelle: Zoll Architekten | Weil der Stadt
BaWü Statistisches Bundesamt


Themen


Als Grundlage für unserer Analysen haben wir in erster Linie folgende Quellen verwendet:
Ö7: Häugern Nord: Bauleitplanung im Parallelverfahren - Weil der Stadt
Sowie Interviews, Filme und Berichte über das Baugebiet Höugern Nord und Weil der Stadt, die öffentlich zugänglich sind.

Finanzen

Laut unseren Recherchen, wurden die finanzellen Aspekte, die für die Realisierung sprechen, vor über 6 Jahren geprüft. Seitdem hat sich viel verändert. Gerade bei den Finanzierungszinsen. Eine Neubewertung des Projektes mit Blick auf die aktuelle Entwicklung wäre dringen angeraten.

Auch wäre ein "Stand der Kosten", die das Bauprojekte mittlerweile gekostet hat, interessant.

Verkehr

Ein Baugebiet dieser Größe, birgt zahlreiche verkehrstechnische Probleme. Wir haben recherchiert, was die Stadt diesbezüglich bisher geplant hat. Wir meinen: Zahlreiche Aspekte wurde nicht realitätsnah genug berücksichtigt. Unserer Einschätzung nach wird es eine enorme zusätzliche Belastung geben.

Merklinger Ried und Grundwasser

Es handelt sich um ein sensibles Ökosystem und ein FFH-Gebiet, das dringend erhalten werden sollte und mit dem Grundwassersystem verbunden ist. Ein Eingriff, z. B. durch umliegende Bodenversiegelung, in das System kann zahlreiche und weitreichende Folgen für die Region haben.

Die Streuobstwiesen

Im Zuge der Bebauung, soll eine der wenigen, noch vorhandenen Streuobstwiesen entfernt werden. Es handelt sich hierbei um einen wichtigen Lebensraum für zahlreiche Tiere. Auch für die Region kann die zerstörung des Biotops weitreichende Folgen haben.

Flora und Fauna

Über 5000 Tier- und Pflanzenarten sind im Biotop "Häugern Nord" heimisch. Unter anderem wurden 46 besonders zu schützende Vogelarten gefunden, die, wenn überhaupt möglich, aufwendig umgesiedelt werden müssten.



Verantwortungsträger

Als integraler Bestandteil eines digitalen Zeitzeugnisses sind die Mitwirkenden zu nennen. Durch das Nennen der Verantwortungsträger wird sichergestellt, dass das digitale Zeitzeugnis nicht nur informativ, sondern auch ein akkurates Spiegelbild der Ereignisse und Perspektiven darstellt, die es dokumentiert.


Quelle: Weil der Stadt, Stand Dez. 2023
Bürgermeister Christian Walter
Erster Beigeordneter Jürgen Katz


Aktueller Gemeinderat (2024 - 2029) der das Projekt in Händen hält.

GRÜNE

  • Brinkmann, Friedhelm
  • Freitag, Elmar
  • Holmgeirsson, Sabine
  • Klingler, Luise
  • Nolte, Sonja Dr.

CDU

  • Gann, Frank
  • Haug, Thomas
  • Hofbauer, Michael Dr.
  • Kunz, Manfred
  • Riehle, Georg
  • Scharpf, Florian
  • Völmle, Klaus

FWV

  • Bauer, Lea
  • Borel, Holger
  • Borger, Michael
  • Dürr, Erwin
  • Engesser, Harald
  • Gehring, Benjamin
  • Stäbler, Ricarda

SPD & SPD / LINKE

  • Mayer, Felix
  • Mokosch, Matthias
  • Riexinger, Moritz
  • Weidle, Simon

FDP

  • Dvorak, Carsten
  • Scheerer, Hans Dieter
  • Schindele, Stefanie


Die Zusammensetzung des Gemeinderates 2019 - 2024

GRÜNE

  • Kappler, Alfred - Fraktionsvorsitz
  • Holmgeirsson, Sabine - stellv. Fraktionsvorsitz
  • Brinkmann, Friedhelm
  • Kunze, Stefan
  • Matthias-Schwarz, Anke
  • Dr. Nolte, Sonja
  • Dr. Sticker, Rosemarie

CDU

  • Scharpf, Florian - Fraktionsvorsitz
  • Dr. Hofbauer, Michael - stellv. Fraktionsvorsitz
  • Buhl, Martin
  • Dürr, Erwin
  • Götz, David
  • Riehle, Georg
  • Waidelich, Nadine

FWV

  • Widmann, Jürgen - Fraktionsvorsitz
  • Borger, Michael - stellv. Fraktionsvorsitz
  • Bär, Armin
  • Bauer, Lea
  • Borel, Holger
  • Laure, Bernd
  • Stäbler, Ricarda

SPD

  • Schmalz, Cornelia - Fraktionsvorsitz
  • Tanczos-Lückge, Silvia - stellv. Fraktionsvorsitz
  • Mayer, Felix

FDP

  • Benzinger-König, Brigitte
  • Scheerer, Hans Dieter

AfD

  • Pfaundler, Christian
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